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Schatzsuche

Schatzgeschichten aus dem Salzkammergut


Die Region in Oberösterreich um Bad Ischl und Hallstatt war in den letzten Kriegstagen Zufluchtsort für viele prominente Nazigrößen. Es verbreiteten sich schnell Gerüchte von mitgeführtem Fluchtgeld, Kriegskassen und Beutegold, welches in den Seen des Salzkammergutes versenkt worden sein soll. Seit dem zieht es Taucher und Schatzjäger aus aller Welt ins Salzkammergut.

Der wohl geheimnisumwittertste See ist der Toplitzsee. Er befindet sich auf 718 m Seehöhe am Fuß des Toten Gebirges. Es wird berichtet, dass hier im April/Mai 1945 SS- und Wehrmachtseinheiten mehrere Kisten versenkt haben sollen, in denen sich Gold, Banknoten sowie geheime Dokumente befanden. Auch das legendäre Bernsteinzimmer wurde schon am Grund des über 100 m tiefen Sees vermutet.

Toplitzsee Toplitzsee Toplitzsee
Am Toplitzsee Seemine und Torpedo "Zaunkönig"


Tatsache ist, dass man auf dem Grund des Toplitzsees neben etlichen Gegenständen der Chemisch-Physikalischen Versuchsanstalt der Marine, die hier geheime Unterwasserexperimente durchführte, auch Falschgeld im Wert von im Wert von mehreren Millionen englischen Pfund fand. Hier endete die größte Geldfälscheraktion der Geschichte. Unter Leitung des SS-Sturmbannführers Bernhard Krüger wurde im KZ Sachsenhausen bei Berlin von ca. 180 Häftlingen ausländischen Banknoten, Dokumente und Briefmarken gefälscht und produziert, insbesondere englische Pfundnoten, mit denen man die englische Wirtschaft schwächen wollte. Als Ende Februar 1945 die Arbeit eingestellt wurde, verbrachte man die Produktionsstätte, die Fälschungen und das gesamte Archiv in die vermeintlich sichere „Alpenfestung“ im Salzkammergut. Das „Unternehmen Bernhard“ endete mit der Versenkung des Falschgeldes und sonstiger Unterlagen im Toplitzsee. Noch heute ruhen einige Kisten mit dem geheimen Inhalt auf dem Grund des Sees. Stoff genug, um das Schatzsucherfieber zu entfachen.

Kopien gefälschter englischer Banknoten

Druckerplatte


Westlich des Toplitzsee befindet sich der Grundlsee. Hierher wurde im Jahre 1944 Hitlers Privatbibliothek gebracht. Tausende Bücher sollen in der Villa Castiglione untergebracht worden sein. Unter ihnen sollen sich auch Originalpartituren von Richard Wagner befunden haben. Nach Kriegsende sollen die Bücher von den Amerikanern beschlagnahmt und in die Kongress-Bibliothek nach Washington verbracht worden sein. Die Originalpartituren sind aber angeblich nie am Bestimmungsort angekommen und gelten seit dieser Zeit als verschollen.

Grundlsee

Grundlsee


In der Villa Castiglione befanden sich die Originalparituren von Richard Wagner, die Hitler geschenkt bekommen hat und nach 1945 beim Abtransport abhanden gekommen sind.


Auch Hitlers Privatgemälde fanden ihren Weg ins Salzkammergut. Sie wurden um Gasthof Petter (heute Landhaus Agathawirt) in St. Agatha in der Gemeinde Bad Goisern eingelagert. Sie waren ursprünglich für die Berliner Reichskanzlei, den Führerbau in München und den Berghof in Berchtesgaden bestimmt. Die Bilder wurden von den Amerikanern abtransportiert und nach Zwischenlagerung im Kunstmuseum München in Museen in den USA und der Schweiz verteilt.

Tauchergasthof in Hallstatt Agathawirt Agathawirt
Gerhard Zauners Tauchergasthof in Hallstatt Das Wirtshaus in St. Aghata, in dem Hitlers Privatbibliothek untergebracht war


Eine weitere interessante Schatzgeschichte führt uns an den Hallstätter See. Der 5,9 km lange und 2,3 km breite See am nördlichen Fuß des Dachsteinmassivs hat eine Maximaltiefe von 125 m. Hier gibt es ein Dutzend beschilderte Tauchplätze. Im Uferbereich des Sees bargen Taucher Unmengen von 500-Kronen-Scheinen. In den Jahren 1974 bis 1984 wurden etwa 90 Millionen Kronen aus dem See geborgen. Sie gehörten zum slowakischen Staats-, Kron- und Kirchenschatz, den Dr. Josef Tito, erster Präsident der Slowakei, auf seiner Flucht im Jahre 1945 ins Salzkammergut mitgeführt hat. Angeblich sollen Taucher am 12. September 1974 auch 12,5 kg Reichsbankgold nahe der Werflinger Steilwand im Hallstätter See gefunden haben.

Am Hallstätter See


Unweit des Hallstätter Sees hat ein Schatzsucher auch einen prähistorischen Goldschatz gefunden. Dieser bestand aus zwei Paaren verzierter Armspiralen und fünf Paaren einfacher Spiralringe aus Golddraht. Bei dem Fund handelt es sich wahrscheinlich um eine Opfergabe.

Interessante Fundstücke aus den Salzkammergutseen kann man in Gerhard Zauners kleinem Tauchermuseum in der Pension Hallberg bestaunen. Es befindet sich in der Seestraße 113 mitten in Hallstatt.

Fotos: Roger Blum (2014)

Quelle: Gerhard Zauner, „Verschollene Schätze im Salzkammergut – Die Sache nach dem geheimnisumwitterten NAZI-GOLD“, Leopold Stocker Verlag, 2003

Hat jemand weitere Informationen zum Toplitzsee, Grundlsee oder Hallstätter See? Oder vielleicht sogar historische Unterlagen oder Fotos?
Bitte an info [add] easydive24.de, ich freue mich über jeden Hinweis.

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Auf den Spuren des Schatzes vom Toplitzsee

Der Toplitzsee ist der wohl geheimnisumwittertste See des Salzkammerguts. Er befindet sich auf 718 m Seehöhe am Fuß des Toten Gebirges. Hier sollen SS- und Wehrmachtseinheiten in den letzten Kriegstagen dutzende Kisten versenkt haben, in denen sich Gold, Banknoten sowie geheime Dokumente befunden haben sollen. Auch das legendäre Bernsteinzimmer wurde schon am Grund des über 100 m tiefen Sees vermutet. [mehr]


Der Schatz im Stolpsee

Bekannt ist der Stolpsee durch eine sich hartnäckig haltende Schatzgeschichte: Angeblich wurden auf Befehl Hermann Görings kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in dem See 18 Kisten voller Gold und Platin versenkt. Schon zu DDR-Zeiten hatte die Staatssicherheit nach dem vermeintlichen Schatz gesucht. Im Jahre 1981 hatte der Stern-Redakteur Gerd Heidemann die Schatzkarte der Stasi-Auslandsspionageeinheit HVA präsentiert. Erich Mielke höchstpersönlich soll die Schatzsuche - die den Decknamen "Herbstwind" erhielt - genehmigt haben. Doch die Suche blieb bisher erfolglos. [mehr]

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