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Tauchen in Deutschland

Der Tonsee – Relikt des Berliner Baubooms


„Tonsee bei Klein Köris: Hervorragende Sicht (über 8 m),
viele Fische (Karpfen, große Barsche, Plötzen);
Schienen mit gut erhaltener Lore; Turm wiedergefunden...“
(Logbucheintrag Nr. 429 vom 4. Oktober 2003)


Der Tonsee lockt mit vielen interessanten „Sehenswürdigkeiten“: Neben versunkenen Ruderbooten sorgen Reste von Gleisen, Rohren, Loren und ein hölzerner Förderturm für Abwechslung.

Der 12 ha große See entstand aus einer ehemaligen Tongrube, die um 1860 angelegt wurde und den Rohstoff zur Ziegelproduktion in Klein Köris lieferte. Der Tonabbau bescherte dem Gebiet am Ende des 19. Jahrhunderts einen ernormen wirtschaftlichen Aufschwung. Da infolge des Baubooms in der sich entwickelnden Hauptstadt Berlin enorme Mengen an Ziegelsteinen benötigt wurden, entstanden hier eine Vielzahl von Tongruben, Ziegeleien und Kiesgruben. Allein in der Tongrube bei Pätz wurden um 1910 jährlich 25 Millionen Ziegelsteine produziert. Sie wurden mit Lastkähnen über den Hölzernen See und die Schmölde nach Berlin verfrachtet. Als der Ton ausgebeutet war, wurden die Gruben geschlossen und füllten sich rasch mit Grundwasser.

Die Relikte der einstmals blühenden Tonindustrie kann man heute überall unter Wasser bewundern. So sind die steil abbrechenden Lehmkanten deutlich zu erkennen. Im 2 bis 4 Meter-Bereich stehen endlose Schwärme von jungen Barschen über alten Mauerresten, etwas tiefer trifft man auf Schienen und Loren. Vor etwa zweieinhalb Jahren fand ich im hinteren Becken des Sees zufällig einen mehrere Meter hohen hölzernen Förderturm.


Wer weiß was für Überraschungen der Tonsee nach und nach noch offenbart. Im hinteren Teil – so warnte mich einmal eine ältere Dame – soll es gefährliche Strudel geben. Angeblich soll der Tonsee ja auch eine extrem tiefe Stelle von 60 bis 70 m haben. Aufgrund der geringen Größe des Sees würde mich das allerdings wundern. Ich bin jedenfalls dort noch niemals tiefer als 12 m gekommen, da es dann einfach zu dunkel, zu schlammig und zu kalt wurde.

(Erstveröffentlichung in „Adlershofer Flossenblätter“ Ausgabe 53/2003)


Förderturme oder Fördergerüste sind das markanteste Merkmal eines Tonbergwerks. Sie wurden über den Schachtanlagen errichtet, um den Ton aus immer tieferen Löchern zu holen.

Hat jemand nähere Informationen zum Tonabbau in Klein Köris? Oder vielleicht sogar historische Fotos? Bitte an info [add] easydive24.de, ich freue mich über jeden Hinweis.

Klick hier für weitere Fotos (Fotogallerie Tonsee)






Hinab in die Vergangenheit - Zur Geschichte des Helene- und Katjasees (Brandenburg) Nahezu um jeden See ranken sich Geschichten und Legenden. Auch die Helene und deren kleine Schwester Katja haben ihre Mythen: Etwa, dass der Helenesee in der Gegend der alten Wasserhaltung des Tagebaus 84 Meter tief sei (die amtliche Tiefe wird mit 58 Metern angegeben). Oder das ungefähr 200 Meter vor der Kanaleinmündung noch der Turm einer Förderbrücke im Wasser steht, dessen oberes Ende erst in 12 Meter Wassertiefe beginnt. Auch wird immer wieder von ganzen Eisenbahnzügen berichtet, die sich noch im See befinden sollen. Handelt es sich dabei nur um Taucherlatein oder ist etwas dran an diesen Geschichten? [mehr]

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